Energiezelle – weitere Informationen

Die Energiezelle

stellt eine bezahlbare, sichere und klimaneutrale Energieversorgung regional sicher. Außerdem kann sich eine Energiezelle im Notfall, z.B. bei einem Blackout vom Netz abkoppeln und selber mit Strom versorgen. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Bereich im besten Fall komplett unabhängig von importierten fossilen Energieträgern macht. Diese Vorteile sieht auch die Politik und die Presse beginnt darüber zu berichten. 

So hat Kreistag der Landkreises Mainz-Bingen mit großer Mehrheit beschlossen, dass Projekt 1000 klimaneutrale Gebäude zu unterstützen. 

und das Land Rheinland-Pfalz dieses Projekt im Rahmen des KIPKI-Förderprogramms finanziell zu fördern.  Wir haben hier darüber berichtet:

Auch die Presse

berichtet immer öfter über das Thema Energiezelle. So berichtete zum Beispiel die Zeitung für kommunale Wirtschaft, kurz ZfK, am 27.07.2023 dazu:

Oder die allgemeine Zeitung am 18.04.2024:

 

In dem folgenden Artikel erfahren wir, wie sich die unterschiedlichen Parteien den Umbau des Landkreises zu einer Energiezelle vorstellen: AZ vom 31.05.2024  

GEK-Tool

GEK-Tool

Um Kennzahlen der Gebäude leicht erheben und dann vergleichen zu können wurde das GEK-Tool programmiert. Das ist für die Energiezellen ein wichtiger erster Schritt.

Auf der Seite des TSB wird das GEK-Tool wie folgt beschrieben.

„Mit dem GEK-Tool wird die GEK, die GebäudeEnergieKennzahl bestimmt. Es wird der Ist-Zustand der Gebäude erfasst und anonym mit anderen Gebäuden und mit Zielwerten verglichen. Die Zielwerte werden laufend mit den durch die Maßnahmen erreichten Werten verglichen. Und somit der Lösungsweg ständig optimiert.

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Entschwendung

Entschwendung

Mittels vom Landkreis bereits finanzierten GEK-Tool (GEK = GebäudeEnergieKennzahl) lässt sich zeigen, dass sich, noch ohne große Investitionen, der Bedarf an Öl, Gas und Strom im Gebäudesektor im Mittel um 30 % entschwenden lässt. Voraussetzung ist, dass die Gebäudebesitzer ihr Entschwendungspotential kennen und entsprechend geschult sind, damit die richtigen Entschwendungs-Maßnahmen selbst ausgeführt werden bzw. beauftragt und in die Wege geleitet werden können.

Zu den bisher wenig bekannten Entschwendungs-Maßnahmen gehören z.B.:

  • die Behebung des schlechten Wirkungsgrades von Öl- und Gasheizungen als Folge von mehrfacher Überdimensionierung
  • die Außerbetriebnahme der Brauchwarmwasserzirkulation
  • die zu vielen und zu großen Heizwasserpumpen zu ersetzen
  • und die alten Kühl- und Gefriergeräte zu ersetzen.

Im Industriebereich geht es vor allem um die Vermeidung von wenig effektiven Betriebsprozessen.

Bei der Mobilität geht es um die Vermeidung von Verkehr (z.B. Homeoffice, Verkürzung Arbeitsweg) und die Verlagerung auf den Langsamverkehr (Fußgänger, Fahrräder, Roller).

Die Bereitschaft das Entschwendungspotential zu nutzen hängt vor allem von den Energiepreisen ab, der Bereitschaft sich mit dem Thema Energieentschwendung zu beschäftigen und dem vorhandenen Wissen wie Entschwendungspotentiale genutzt werden können. 

Blackout in Budenheim

In Budenheim kam es am 20. Juli, zu einem Blackout. Hier geht es zum Artikel in der AZ   

Für mehrere Stunden waren circa 2300 Haushalte aber auch die Industrie und medizinische Einrichtungen ohne Strom. Glücklicherweise war es Nacht.

Overshoot Days – Ressourcen der Erde

Overshoot Days

Der Begriff Overshoot Day wird auf der  Seite Overshoot Footprint Network erklärt. Dort gibt es unter anderem eine Seite mit den Global Country Overshoot Days. Auf der Seite kann man sehen, ab welchem Datum ein bestimmtes Land mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde in diesem Jahr herstellen kann. 

Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem der Bedarf der Menschheit an ökologischen Ressourcen und Dienstleistungen in einem bestimmten Jahr das übersteigt, was die Erde in diesem Jahr regenerieren kann. Wir halten dieses Defizit aufrecht, indem wir Vorräte an ökologischen Ressourcen liquidieren und Abfall ansammeln, vor allem Kohlendioxid in der Atmosphäre.

Country-Overshoot-Days-2024

Die Grafik zeigt wann die einzelnen Länder ihren Overshoot Day haben

Overshoot Days auch Erdüberlastungstage genannt

Das heißt, wenn alle Menschen auf dieser Erde so leben wie in z.B. in der Schweiz, wären die natürlichen Ressourcen die unser Planet in diesem Jahr produziert am 2. Mai aufgebraucht gewesen. 

Zu hoher Verbrauch ist ein Leben auf Pump

Ab diesem Tag lebt die Schweiz ressourcen-technisch auf Kosten anderer. Wir machen also Schulden bei Menschen, die in weniger entwickelten Regionen leben, oder die weniger verbrauchen, wie z.B. die Länder in Südamerika. Aber eben auch bei unseren Kindern und nachfolgenden Generationen, die mit den Folgen der jahrzehntelangen Übernutzung umgehen müssen! 

Deswegen ist ein wichtiges Anliegen des EEC die Entschwendung. Ein wichtiger Bestandteil ist die Energiezelle

Auf der Seite der Welthungerhilfe habe ich folgendes gefunden:

Vor Allem für die ärmsten Länder sind die Folgen am schlimmsten

Wassermangel, Dürre, Artensterben, Plagen, die Vernichtung von Ökosystemen – die Folgen sind vielfältig und zerstörerisch. Der Klimawandel bedroht uns und unsere Lebensräume. Die Verantwortung für die Ausbeutung unserer Erde tragen wir alle. Vor allem in den Industrienationen des Globalen Nordens verbrauchen wir zu viel – mit den Folgen müssen aber vor allem die ärmsten Länder im Globalen Süden leben. Länder, denen es ohnehin schon an vielem fehlt. Der Klimawandel ist weltweit eine zentrale Ursache für Armut und Hunger.

Vor 2050 werden wir vermutlich Ressourcen von drei Erden benötigen 

Die Erde bleibt gleich groß, die Bevölkerung aber wächst – und mit ihr die Bedürfnisse. Laut Prognose der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Und damit auch die Nachfrage an Lebensmitteln, Energie, Konsumgütern. Noch vor 2050 werden wir schätzungsweise Ressourcen von drei Erden benötigen. 

Die Erdüberlastung nimmt dadurch massiv zu, der Erdüberlastungstag rückt jährlich weiter nach vorne. Zirka 60 Prozent unseres ökologischen Fußabdrucks entfallen auf CO2-Emissionen. Würde es uns gelingen, diese auf die Hälfte zu reduzieren, könnten wir den Erderschöpfungstag wieder nach hinten verlegen – und zwar um über zirka drei Monate.

Link zu der Seite der Welthungerhilfe