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Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?

Brennende weiße Kerze wird von Hand gehalten neben einer ausgeschalteten Glühbirne im Dunkeln – symbolisiert Notbeleuchtung und Energiekrise während eines Blackouts oder Stromausfalls

 

Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?

Ist Ihr Zuhause oder Unternehmen auf Netzschwankungen vorbereitet? Wir erklären den Unterschied und zeigen, wie Sie Ihre Technik schützen.

Strom ist selbstverständlich – bis er weg ist. In den Nachrichten hören wir oft vom „Blackout“. Doch es gibt ein weiteres Phänomen, das schleichender auftritt und Ihre teuren Geräte zerstören kann, ohne dass Sie es sofort bemerken: den „Brownout“.

Um die richtigen Schutzmaßnahmen zu treffen, muss man die Gefahr verstehen. Hier ist der Faktencheck.

Symbolbild Brownout: Eine gedimmte Glühbirne und ein Multimeter zeigen einen gefährlichen Spannungsabfall unter 230 Volt im Stromnetz an.

 

Der Brownout: Die unsichtbare Gefahr für Ihre Geräte

Während beim Blackout das Licht ausgeht, wird es beim Brownout nur dunkler. Der Begriff bezeichnet einen Spannungsabfall im Netz. Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Wie sich ein Brownout technisch bemerkbar macht, sehen Sie in dem Bild.

Warum „Brownout“? Der Begriff leitet sich vom Englischen ab: Glühlampen gehen nicht aus, sondern dimmen herunter und geben ein schwächeres, bräunliches Licht ab.

Warum ist ein Brownout gefährlich? Wenn die Spannung sinkt (z. B. bei Überlastung des Netzes an heißen Tagen oder kalten Wintern), versuchen viele elektronische Geräte, dies auszugleichen. Ein Computer, eine Heizungspumpe oder ein moderner Kühlschrank zieht dann mehr Strom, um die Leistung zu halten.

  • Das Ergebnis: Überhitzung, verkürzte Lebensdauer oder der sofortige Defekt von Platinen und Motoren.

Visualisierung eines Blackouts: Split-Screen-Vergleich einer Stadt-Skyline bei normaler Stromversorgung gegenüber totalem Stromausfall in der Nacht.

 

Der Blackout: Wenn alles stillsteht

Ein Blackout ist der Worst-Case für das öffentliche Leben. Es handelt sich um einen totalen Stromausfall, der große Gebiete betrifft und dessen Dauer oft unvorhersehbar ist. Das folgende Bild verdeutlicht den drastischen Unterschied:

  • Was passiert? Das Netz bricht zusammen, weil die Netzfrequenz (50 Hz) nicht gehalten werden kann.

  • Die Konsequenz: Nichts geht mehr. Kein Licht, keine Heizung, keine Kommunikation, keine elektrischen Rollläden.

  • Das Risiko: Hier geht es primär um den Verlust von Komfort, Sicherheit und bei Unternehmen um massiven Produktionsausfall.

Zur Frage, „Was könnte passieren, wenn der Strom tatsächlich mal länger ausfällt?“ gibt es von 3sat und dem srf eine „Doku“-Serie ⇒ Doku Serie Blackout

Um die Unterschiede und die jeweils passende Lösung schnell zu erfassen, haben wir die wichtigsten Fakten für Sie in einer Übersicht zusammengefasst:

Infografik Vergleich Blackout vs. Brownout: Unterschiede bei Netzspannung, Ursachen und passenden Lösungen wie USV-Anlagen und Notstromaggregaten.

Das Problem

Selbst bei 86% erneuerbarem Stromanteil bis 2040 verbleibt eine ungedeckte Residuallast von mindestens 70 GW – in Extremfällen (Dunkelflaute + hoher Wärmepumpenbedarf bei Kälte) sogar bis zu 220 GW.
 
Ohne Gegenmaßnahmen drohen:
  • Blackout: Unkontrollierter Zusammenbruch der Stromversorgung
  • Brownout: Kontrollierte, gezielte Abschaltung von Regionen

Die Lösung im privaten Rahmen

Egal ob totaler Ausfall oder schädliche Spannungsschwankung – Sie müssen sich nicht auf das öffentliche Netz verlassen. Es gibt Technologien, die Sie absichern:

  1. USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung): Der beste Schutz gegen Brownouts. Sie glätten die Spannung und schützen PC, Server und Heizungssteuerung vor dem „Hitzetod“ durch Unterspannung.

  2. PV-Anlagen mit Notstrom-Speicher: Produzieren Sie Ihren eigenen Strom und nutzen Sie die Batterie, um Netzschwankungen zu ignorieren.

  3. Netzersatzanlagen (Aggregate): Für die dauerhafte Versorgung, wenn der Blackout länger als ein paar Stunden dauert

  4.  private, kurzfristige Insellösungen: Ein Beipiel – Der Selbstversuch „Ein Elektroauto zur Stromversorgung eines 2-Familien Hauses“

Die Lösung im öffentliche Rahmen

Das Symbol der Energiezlle des Landkreises Mainz-Bingen

Das bilden von Energiezellen

Hier gehts zur Energiezelle in der aktuellen Version ⇒ Link

Overshoot Days – Ressourcen der Erde

Overshoot Days

Der Begriff Overshoot Day wird auf der  Seite Overshoot Footprint Network erklärt. Dort gibt es unter anderem eine Seite mit den Global Country Overshoot Days. Auf der Seite kann man sehen, ab welchem Datum ein bestimmtes Land mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde in diesem Jahr herstellen kann. 

Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem der Bedarf der Menschheit an ökologischen Ressourcen und Dienstleistungen in einem bestimmten Jahr das übersteigt, was die Erde in diesem Jahr regenerieren kann. Wir halten dieses Defizit aufrecht, indem wir Vorräte an ökologischen Ressourcen liquidieren und Abfall ansammeln, vor allem Kohlendioxid in der Atmosphäre.

Country-Overshoot-Days-2024

Die Grafik zeigt wann die einzelnen Länder ihren Overshoot Day haben

Overshoot Days auch Erdüberlastungstage genannt

Das heißt, wenn alle Menschen auf dieser Erde so leben wie in z.B. in der Schweiz, wären die natürlichen Ressourcen die unser Planet in diesem Jahr produziert am 2. Mai aufgebraucht gewesen. 

Zu hoher Verbrauch ist ein Leben auf Pump

Ab diesem Tag lebt die Schweiz ressourcen-technisch auf Kosten anderer. Wir machen also Schulden bei Menschen, die in weniger entwickelten Regionen leben, oder die weniger verbrauchen, wie z.B. die Länder in Südamerika. Aber eben auch bei unseren Kindern und nachfolgenden Generationen, die mit den Folgen der jahrzehntelangen Übernutzung umgehen müssen! 

Deswegen ist ein wichtiges Anliegen des EEC die Entschwendung. Ein wichtiger Bestandteil ist die Energiezelle

Auf der Seite der Welthungerhilfe habe ich folgendes gefunden:

Vor Allem für die ärmsten Länder sind die Folgen am schlimmsten

Wassermangel, Dürre, Artensterben, Plagen, die Vernichtung von Ökosystemen – die Folgen sind vielfältig und zerstörerisch. Der Klimawandel bedroht uns und unsere Lebensräume. Die Verantwortung für die Ausbeutung unserer Erde tragen wir alle. Vor allem in den Industrienationen des Globalen Nordens verbrauchen wir zu viel – mit den Folgen müssen aber vor allem die ärmsten Länder im Globalen Süden leben. Länder, denen es ohnehin schon an vielem fehlt. Der Klimawandel ist weltweit eine zentrale Ursache für Armut und Hunger.

Vor 2050 werden wir vermutlich Ressourcen von drei Erden benötigen 

Die Erde bleibt gleich groß, die Bevölkerung aber wächst – und mit ihr die Bedürfnisse. Laut Prognose der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Und damit auch die Nachfrage an Lebensmitteln, Energie, Konsumgütern. Noch vor 2050 werden wir schätzungsweise Ressourcen von drei Erden benötigen. 

Die Erdüberlastung nimmt dadurch massiv zu, der Erdüberlastungstag rückt jährlich weiter nach vorne. Zirka 60 Prozent unseres ökologischen Fußabdrucks entfallen auf CO2-Emissionen. Würde es uns gelingen, diese auf die Hälfte zu reduzieren, könnten wir den Erderschöpfungstag wieder nach hinten verlegen – und zwar um über zirka drei Monate.

Link zu der Seite der Welthungerhilfe

Europa am Rand eines Blackouts 13. Januar 2017

Bericht WDR aktuelle Stunde

Nach der europäischen Blackout Kriesensitzung schaltet Frankreich am Samstag, 14. Januar 2017 10 Atomkraftwerke ein, denen zuvor die Betriebsbewilligung entzogen worden war. In der folgenden Woche wird es 3° wärmer als prognostiziert. Durch diesen glücklichen Umstand, entfällt der Bedarf von weiteren 9 Atomkraftwerken. Der WDR entfernt seinen Bericht aus der Mediathek. Trotz Nachfrage bleiben die Gründe unbekannt.

eiffelturm-blackout
Bericht tagesschau.de

WDR Korrespondent Jürgen Döschner berichtet über das Blackout Problem. Das Problem wurde gelöst, in dem man lieber einen GAU (grösster atomarer Unfall) riskierte, als ein Blackout.