Energieverbrauch 2025, Anteil der Privathaushalte; Zahlen, Daten & Fakten

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Energieverbrauch in Deutschland: Welchen Anteil haben private Haushalte?

Klimawandel, Energiewende und steigende Kosten: Das Thema Energie ist allgegenwärtig. Doch wer verbraucht eigentlich wie viel? Oft fällt der Blick auf die Industrie oder den Verkehr. Aktuelle Studien des Umweltbundesamtes (UBA) und der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zeigen jedoch: Private Haushalte spielen eine entscheidende Rolle im Gesamtgefüge.

Dieser Artikel schlüsselt auf, wie hoch der Anteil der Privathaushalte am Energieverbrauch tatsächlich ist, wofür wir die meiste Energie nutzen und warum der Verbrauch trotz moderner Technik kaum sinkt.

Der Status Quo: Ein Viertel geht auf das Konto der Haushalte

Wenn man den gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland betrachtet, sind die privaten Haushalte einer der größten Verbrauchersektoren.

Die aktuellen Daten (Stand 2024/2025) zeichnen ein klares Bild:

  • Der Anteil: Private Haushalte sind für ca. 26 % bis 28 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich.

  • Der Vergleich: Damit liegen die Haushalte fast gleichauf mit dem Sektor Verkehr (~28 %) und der Industrie (~29 %). Der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) folgt mit deutlichem Abstand (~15 %).

  • Die Menge: In absoluten Zahlen entspricht dies etwa 625 Terawattstunden (TWh) pro Jahr.

  • Gut zu wissen: Auch im europäischen Vergleich (EU-27) bestätigt sich dieser Trend. Laut Eurostat entfallen EU-weit durchschnittlich 26,2 % des Energieverbrauchs auf das Wohnen.

Wofür verbrauchen wir Energie? Die Anwendungsbilanz

Ein häufiger Irrglaube ist, dass der Stromverbrauch (Licht, TV, Computer) den größten Teil der Energierechnung ausmacht. Ein Blick auf die Anwendungsbilanzen zeigt jedoch: Das Gegenteil ist der Fall. Energie im Haushalt ist vor allem Wärme.

Hier ist die Aufteilung des Verbrauchs nach Verwendungszweck:

AnwendungsbereichAnteilDetails
Raumwärme (Heizen)
 

68%

Witterungsabhängig, größtes Einsparpotenzial.
Warmwasser
 

16%

Duschen, Baden, Kochen.
Beleuchtung & Geräte
 

11%

IKT, Kühlschränke, Licht.
Sonstiges
 

5%

Kochen, Prozesswärme.

Das wichtigste Learning für Verbraucher

Da über 85 % der Energie für Wärme und Warmwasser aufgewendet werden, liegen hier die größten Hebel zur Kostensenkung und CO₂-Einsparung. Der Austausch von Glühbirnen gegen LEDs ist sinnvoll, aber die Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad oder eine energetische Sanierung haben einen vielfach höheren Effekt.

Trends: Warum der Verbrauch nicht sinkt (Rebound-Effekt)

Kühlschränke werden effizienter (A+++), Häuser werden besser gedämmt und LED-Lampen sind Standard. Müsste der Energieverbrauch der privaten Haushalte dann nicht drastisch sinken?

Die Statistik zeigt eher eine Stagnation. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

  1. Mehr Wohnfläche: Die Wohnfläche pro Kopf steigt in Deutschland stetig an. Größere Wohnungen bedeuten mehr Raum, der beheizt und beleuchtet werden muss.

  2. Geräte-Ausstattung: Wir besitzen immer mehr Elektrogeräte. Was an Effizienz gewonnen wird, wird durch die schiere Menge an neuen Geräten (Saugroboter, Smart-Home, Zweit-Monitore) wieder aufgefressen.

Dies nennt man in der Wissenschaft den Rebound-Effekt: Effizienzgewinne führen oft zu sorgloserem oder gesteigertem Konsum.

Welcher Energieträger dominiert in Haushalten?

Trotz Wärmepumpen-Boom dominieren im Bestand noch immer fossile Träger. Erdgas deckt den größten Teil des Wärmebedarfs, gefolgt von Heizöl. Strom spielt für die Wärmeversorgung eine wachsende, aber im Bestand noch kleinere Rolle.

Hat die Energiekrise 2022 den Verbrauch verändert?

Ja. Studien zeigten während der Hochpreisphase 2022/2023 Einspareffekte von bis zu 9 % bei privaten Haushalten, da viele Menschen ihr Heizverhalten aktiv angepasst haben.

Fazit: Wo Sie ansetzen sollten

Der Anteil der Privathaushalte am Energieverbrauch ist mit über einem Viertel enorm. Das bedeutet aber auch: Wir haben es selbst in der Hand.

Wer seinen persönlichen Energie-Fußabdruck verkleinern will, sollte sich nicht nur auf das Ausschalten des Lichts konzentrieren. Der Schlüssel liegt im Heizungskeller und im Warmwasserverbrauch.

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Entschwendung

Entschwendung

Mittels vom Landkreis bereits finanzierten GEK-Tool (GEK = GebäudeEnergieKennzahl) lässt sich zeigen, dass sich, noch ohne große Investitionen, der Bedarf an Öl, Gas und Strom im Gebäudesektor im Mittel um 30 % entschwenden lässt. Voraussetzung ist, dass die Gebäudebesitzer ihr Entschwendungspotential kennen und entsprechend geschult sind, damit die richtigen Entschwendungs-Maßnahmen selbst ausgeführt werden bzw. beauftragt und in die Wege geleitet werden können.

Zu den bisher wenig bekannten Entschwendungs-Maßnahmen gehören z.B.:

  • die Behebung des schlechten Wirkungsgrades von Öl- und Gasheizungen als Folge von mehrfacher Überdimensionierung
  • die Außerbetriebnahme der Brauchwarmwasserzirkulation
  • die zu vielen und zu großen Heizwasserpumpen zu ersetzen
  • und die alten Kühl- und Gefriergeräte zu ersetzen.

Im Industriebereich geht es vor allem um die Vermeidung von wenig effektiven Betriebsprozessen.

Bei der Mobilität geht es um die Vermeidung von Verkehr (z.B. Homeoffice, Verkürzung Arbeitsweg) und die Verlagerung auf den Langsamverkehr (Fußgänger, Fahrräder, Roller).

Die Bereitschaft das Entschwendungspotential zu nutzen hängt vor allem von den Energiepreisen ab, der Bereitschaft sich mit dem Thema Energieentschwendung zu beschäftigen und dem vorhandenen Wissen wie Entschwendungspotentiale genutzt werden können. 

Entschwendungs-Initiative

Eidgenössische Volksinitiative

„Für die nachhaltige Finanzierung der Sozialwerke und Sicherung der natürlichen Ressourcen“

„Entschwendungs-Initiative“

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 131a Ressourcen-Lenkungsabgabe

1  Zur Finanzierung der Sozialwerke und Sicherung der natürlichen Ressourcen kann der Bund Abgaben auf natürliche Ressourcen erheben.

2  Die Abgaben werden so bemessen, dass die Finanzierung der Sozialwerke sichergestellt ist

ohne höhere Beiträge aus der allgemeinen Bundeskasse,

ohne höhere Lohnabgaben,

die sichere Energieversorgung gewährleistet ist,

die natürlichen Ressourcen nachhaltig genutzt werden und

die Klimaziele erreicht werden.

3  Der Bund kann Export-Unternehmen von den Abgaben befreien.

4  Die Erträge der Abgaben werden an die Bevölkerung rückverteilt, primär über die bestehenden Sozialwerke.

5  Hat die Erhebung der Ressourcen-Lenkungsabgaben eine Verminderung von anderen Abgaben zur Folge, kann ein entsprechender Anteil der Erträge aus den Ressourcen-Lenkungsabgaben zur Kompensation der Ausfälle verwendet werden

6. Der Bund stellt mit Mitteln aus der Ressourcen-Lenkungsabgabe sicher, dass die Bevölkerung und die Wirtschaft in Massnahmen zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs investieren kann.

Art. 197 Ziff. 123 Übergangsbestimmungen zu Art. 131a (Ressourcen-Lenkungsabgabe)

1  Die CO2-Abgabe nach bisherigem Recht wird mit der Einführung der Ressourcen-Lenkungsabagbe abgelöst. Der Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze nach bisherigem Recht wird mit der Einführung der Ressourcen-Lenkungsabgabe abgelöst.

2  Die Ressourcen-Lenkungsabgabe wird schrittweise erhöht, soweit es die Finanzierung der Sozialwerke und Sicherung der natürlichen Ressourcen erfordert.

3  Andere Abgaben und Steuern sind laufend zu überprüfen und wenn möglich zu reduzieren oder abzuschaffen.

4  Fördermassnahmen sind nach bisherigem Recht mit Mitteln aus den Ressourcen-Lenkungsabgaben zu finanzieren soweit dies noch erforderlich ist.

5  Die Rückverteilung an die Bevölkerung nach Artikel 131a Absatz 4 erfolgt nur so weit, als die Erträge nicht für die Kompensation anderer Abgaben gemäss Atrikel 131a Absatz 5 und Absatz 6 erforderlich ist.

Der Initiativtext basiert auf den Entwurf des Bundesrates, in der Verfassung ein Klima- und Energielenkungssystem zu verankern.

Der Initiativtext übernimmt die Idee eine Energielenkungsabgabe weitet diese jedoch aus auf natürliche Ressourcen aus..

Grösstes Risiko der Schweiz und Europas entschärft

Grösstes Risiko der Schweiz

Gemäss Bundesamt für Bevölkerungsschutz gilt als grösstes Risiko der Schweiz eine lang andauernde Strommangellage, ein Blackout. Es handelt sich dabei nicht um ein spezifisch schweizerisches Problem, sondern um ein Problem des europäischen Stromnetzverbundes.

Das Problem lässt sich am effektivsten lösen durch den Umbau des europäischen Stromnetzes in Energiezellen, die wiederum in einem Wabensystem verbunden sind.

Paul Niggli von Swissgrid bestätigte uns , dass Energiezellen in Waben ein effektiver Ansatz zum Entschärfen der Blackout-Problematik sein könnten.  Paul Niggli ist bei Swissgrid zuständig für Stromausfallrisiken und als Mitglied der Schweizer Kommission für wirtschaftliche Landessversorgung.

Kein Stromversorger bietet Stromversorgungssicherheit

Die naheliegendste Lösung war Elektrizitätsversorger zu finden, die Ihren Stromkunden tatsächlich Stromversorgungsicherheit anbieten. Wir haben die verschiedensten Stromversorger angefragt. Die erste Antwort war immer, selbstverständlich haben sie Stromversorgungsicherheit gemäss unseren allgemeinen Bestimmungen. Liest man die Bestimmungen genau durch, stellt man fest, dass das vom europäischen Netzverbund ausgehende Risiko eben nicht abgesichert ist. Eine Anfrage bei ElCom, für die wir bezahlen mussten, bestätigte, dass ein Blackout in Folge zu hoher oder zu tiefer Stromproduktion im europäischen Stromnetzverbund nicht abgesichert ist. An dieser Stelle ein grosser Dank an eines unsere Mitglieder, dass die die Anfrage an ElCom bezahlt hat. Schwerwiegende Vorfälle haben im europäischen Verbundnetz in den letzten Jahren stark zugenommen.

Bis heute haben wir keinen Stromversorger in der Schweiz und in Deutschland gefunden, der wirklich Stromversorgungssicherheit anbietet.

 

Industrieverbände kein Interesse

Da es sich beim erwähnten Mitglied, das verschiedene Male von Blackouts betroffen war, um einen Industriebetrieb handelte, haben wir uns an Schweizer Industrieverbände gewandt.

Das Thema Blackout interessierte sie schlicht nicht. Sie waren gerade mit den Forderungen der Fridays for Future beschäftigt und der Abwehr von effektiven Lenkungsabgaben.

 

Blackout-Problem selber lösen

Wir haben uns mit verschiedensten technischen Lösungen und deren Anschaffungskosten auseinandergesetzt. Hier die verschiedensten Lösungen im Preisvergleich:

  • Photovoltaik mit Batterien – 20 000 bis 40 000 CHF
  • Nur Batterien mit regenerativem Strom vom Netz – 20 000 bis 30 000 CHF
  • Brennstoffzellen, wasserstoffbetrieben – 40 000 bis 80’000 CHF
  • Stirlingmotor, mit Holz als Brennstoff – 50 000 bis 80 000 CHF
  • Schwungrad – 80 000 bis 150 000 CHF
  • Notstromanlage, mit Biodiesel – 10 000 CHF

Es war nicht nur der Preis, der uns den Entscheid leicht machte, den Weg über eine Notstromanlage mit Biodiesel weiter zu verfolgen. Viele Lösungen waren technisch nicht ausgereift. Zudem bestehen bei einigen Lösungen erhebliche Sicherheitsbedenken. Dazu gehören brennende Batterien und die Explosionsgefahr beim Einsatz von Wasserstoff.

Ein weiteres grosses Problem ist das Fehlen von Handwerkern.

Am 20. Februar 2021 (siehe Bild) ist es nun gelungen unser ganzes Haus in Ingelheim sicher mit Notstrom zu betreiben. Dabei ist der «Notstromer» stark genug um auch die geplante Erdsonden-Wärmepumpenanlage mit Notstrom zu versorgen.

Die Kosten für den Bau der Notstromanlage betrugen weniger als  4500 € und die Umsetzung ist sehr einfach und benötigt nur wenig Fachpersonal.

 

Wie geht es weiter?

Zu den nächsten Schritten gehört den optimalen Biodiesel zu finden und vor allem dessen Lagerung.

Die Notstromanlage soll leiser gemacht werden.

Ein weiterer Schritt ist die Anlage so zu konstruieren, dass die Notstromanlage netzparallel betrieben werden kann. Dadurch können die Anlagen helfen, ganze Energiezellen Blackout-Sicher zu machen.

Eine riesige Herausforderung ist, die bestehenden Gesetze so zu gestalten, dass es sich für den Einzelnen lohnt einen Beitrag zu leisten zur Stromversorgungsicherheit.

 

 

 

 

 

 

Entschwenden statt Verschwenden

Neu heißt es entschwenden statt verschwenden

Entschwenden statt verschwenden war das Thema des Interwies, welches die Aargauer Zeitung am 03.09.2011 mit Urs geführt hat. Aufhänger des Interviews war ein Vorschlag, dass die Schweizer Bauern sich auch in der Produktion von erneuerbaren Energien engagieren sollen um einen Ausbau der Kapazitäten zu erreichen.

Urs erklärt in diesem Interview, warum es aus seiner Sicht ein problematischer Weg ist.  

Was wir mit Entschwendung meinen ist hier erklärt: