Einträge von Tim Mainz

Versorgungssicherheit der Schweiz

Versorgungssicherheit der Schweiz - Sonnenuntergang im Hintergrund, davor ein Strommast mit Leitungen, die auf den Betrachter zu laufen

Versorgungssicherheit der Schweiz

Nur 20% der Menschen dieser Erde beanspruchen für sich 80% des Globalen Energiebedarfs. Dazu gehört auch die Schweiz. Die Schweiz kann nur knapp 20% ihres Energiebedarfs selbst decken und ist darum extrem abhängig von Energieimporten. Gemäß dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist das größte Risiko der Schweiz neben einer Pandemie eine Strommangellage. Das Risiko ist eine Folge der Abhängigkeit der Schweiz von der Stromlieferung von über 30% bei großer Kälte und der immer volatileren Stromproduktion und des volatilen Strombedarfs.

Verbrauch von Primärenergie pro Kopf

Der Primärenergieverbrauch pro Kopf in der Schweiz lag 2023 bei etwa 2515 Kilogramm Öläquivalent (kg ÖEQ) oder ca. 2976 kg ÖEQ (Durchschnitt 1960-2023)

Aktuelle Zahlen & Vergleich
  • 2023: Ca. 2515 kg Öläquivalent pro Kopf.
  • Weltdurchschnitt (2023): Ca. 3285 kg Öläquivalent pro Kopf (41 Länder).
  • Früherer Wert (2019): 2,84 (relativ zu EU-28). 
Zusammensetzung
  • Strommix: Über drei Viertel des Stroms stammt aus erneuerbaren Energien (hauptsächlich Wasserkraft), der Rest aus Kernenergie, Biomasse und Abfällen.
Ziele der Schweiz
  • Die Schweiz verfolgt unter anderem das Ziel, den Energieverbrauch auf maximal 2000 Watt pro Person zu senken (2000-Watt-Gesellschaft). 

GLO_09_06 Energieverbrauch pro Kopf_ergebnis

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung -> Link zu dem ausführlichen Artikel)

Als Primärenergie bezeichnet man in der Energiewirtschaft die Energie, die mit den ursprünglich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht, etwa als Brennstoff (z. B. Kohle oder Erdgas), aber auch Energieträger wie Sonne, Wind oder Kernbrennstoffe. Primärenergie kann durch einen (mit Verlusten behafteten) Umwandlungsprozess in Sekundärenergie umgewandelt werden. Primär- oder Sekundärenergie wird nach Übertragungsverlusten zu vom Verbraucher nutzbarer Endenergie.

Energieverbrauch 2025, Anteil der Privathaushalte; Zahlen, Daten & Fakten

Energieverbrauch in Deutschland: Welchen Anteil haben private Haushalte? Klimawandel, Energiewende und steigende Kosten: Das Thema Energie ist allgegenwärtig. Doch wer verbraucht eigentlich wie viel? Oft fällt der Blick auf die Industrie oder den Verkehr. Aktuelle Studien des Umweltbundesamtes (UBA) und der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) zeigen jedoch: Private Haushalte spielen eine entscheidende Rolle im Gesamtgefüge. Dieser […]

Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?

Brennende weiße Kerze wird von Hand gehalten neben einer ausgeschalteten Glühbirne im Dunkeln – symbolisiert Notbeleuchtung und Energiekrise während eines Blackouts oder Stromausfalls

 

Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?

Ist Ihr Zuhause oder Unternehmen auf Netzschwankungen vorbereitet? Wir erklären den Unterschied und zeigen, wie Sie Ihre Technik schützen.

Strom ist selbstverständlich – bis er weg ist. In den Nachrichten hören wir oft vom „Blackout“. Doch es gibt ein weiteres Phänomen, das schleichender auftritt und Ihre teuren Geräte zerstören kann, ohne dass Sie es sofort bemerken: den „Brownout“.

Um die richtigen Schutzmaßnahmen zu treffen, muss man die Gefahr verstehen. Hier ist der Faktencheck.


Symbolbild Brownout: Eine gedimmte Glühbirne und ein Multimeter zeigen einen gefährlichen Spannungsabfall unter 230 Volt im Stromnetz an.

 

Der Brownout: Die unsichtbare Gefahr für Ihre Geräte

Während beim Blackout das Licht ausgeht, wird es beim Brownout nur dunkler. Der Begriff bezeichnet einen Spannungsabfall im Netz. Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Wie sich ein Brownout technisch bemerkbar macht, sehen Sie in dem Bild.

Warum „Brownout“? Der Begriff leitet sich vom Englischen ab: Glühlampen gehen nicht aus, sondern dimmen herunter und geben ein schwächeres, bräunliches Licht ab.

Warum ist ein Brownout gefährlich? Wenn die Spannung sinkt (z. B. bei Überlastung des Netzes an heißen Tagen oder kalten Wintern), versuchen viele elektronische Geräte, dies auszugleichen. Ein Computer, eine Heizungspumpe oder ein moderner Kühlschrank zieht dann mehr Strom, um die Leistung zu halten.

  • Das Ergebnis: Überhitzung, verkürzte Lebensdauer oder der sofortige Defekt von Platinen und Motoren.


Visualisierung eines Blackouts: Split-Screen-Vergleich einer Stadt-Skyline bei normaler Stromversorgung gegenüber totalem Stromausfall in der Nacht.

 

Der Blackout: Wenn alles stillsteht

Ein Blackout ist der Worst-Case für das öffentliche Leben. Es handelt sich um einen totalen Stromausfall, der große Gebiete betrifft und dessen Dauer oft unvorhersehbar ist. Das folgende Bild verdeutlicht den drastischen Unterschied:

  • Was passiert? Das Netz bricht zusammen, weil die Netzfrequenz (50 Hz) nicht gehalten werden kann.

  • Die Konsequenz: Nichts geht mehr. Kein Licht, keine Heizung, keine Kommunikation, keine elektrischen Rollläden.

  • Das Risiko: Hier geht es primär um den Verlust von Komfort, Sicherheit und bei Unternehmen um massiven Produktionsausfall.

Zur Frage, „Was könnte passieren, wenn der Strom tatsächlich mal länger ausfällt?“ gibt es von 3sat und dem srf eine „Doku“-Serie ⇒ Doku Serie Blackout

Um die Unterschiede und die jeweils passende Lösung schnell zu erfassen, haben wir die wichtigsten Fakten für Sie in einer Übersicht zusammengefasst:

Infografik Vergleich Blackout vs. Brownout: Unterschiede bei Netzspannung, Ursachen und passenden Lösungen wie USV-Anlagen und Notstromaggregaten.


Das Problem

Selbst bei 86% erneuerbarem Stromanteil bis 2040 verbleibt eine ungedeckte Residuallast von mindestens 70 GW – in Extremfällen (Dunkelflaute + hoher Wärmepumpenbedarf bei Kälte) sogar bis zu 220 GW.
 
Ohne Gegenmaßnahmen drohen:
  • Blackout: Unkontrollierter Zusammenbruch der Stromversorgung
  • Brownout: Kontrollierte, gezielte Abschaltung von Regionen

Die Lösung im privaten Rahmen

Egal ob totaler Ausfall oder schädliche Spannungsschwankung – Sie müssen sich nicht auf das öffentliche Netz verlassen. Es gibt Technologien, die Sie absichern:

  1. USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung): Der beste Schutz gegen Brownouts. Sie glätten die Spannung und schützen PC, Server und Heizungssteuerung vor dem „Hitzetod“ durch Unterspannung.

  2. PV-Anlagen mit Notstrom-Speicher: Produzieren Sie Ihren eigenen Strom und nutzen Sie die Batterie, um Netzschwankungen zu ignorieren.

  3. Netzersatzanlagen (Aggregate): Für die dauerhafte Versorgung, wenn der Blackout länger als ein paar Stunden dauert

  4.  private, kurzfristige Insellösungen: Ein Beipiel – Der Selbstversuch „Ein Elektroauto zur Stromversorgung eines 2-Familien Hauses“

Die Lösung im öffentliche Rahmen

 

Das bilden von Energiezellen

Hier gehts zur Energiezelle in der aktuellen Version ⇒ Link