Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?
Ist Ihr Zuhause oder Unternehmen auf Netzschwankungen vorbereitet? Wir erklären den Unterschied und zeigen, wie Sie Ihre Technik schützen.
Strom ist selbstverständlich – bis er weg ist. In den Nachrichten hören wir oft vom „Blackout“. Doch es gibt ein weiteres Phänomen, das schleichender auftritt und Ihre teuren Geräte zerstören kann, ohne dass Sie es sofort bemerken: den „Brownout“.
Um die richtigen Schutzmaßnahmen zu treffen, muss man die Gefahr verstehen. Hier ist der Faktencheck.
Der Brownout: Die unsichtbare Gefahr für Ihre Geräte
Während beim Blackout das Licht ausgeht, wird es beim Brownout nur dunkler. Der Begriff bezeichnet einen Spannungsabfall im Netz. Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Wie sich ein Brownout technisch bemerkbar macht, sehen Sie in dem Bild.
Warum „Brownout“? Der Begriff leitet sich vom Englischen ab: Glühlampen gehen nicht aus, sondern dimmen herunter und geben ein schwächeres, bräunliches Licht ab.
Warum ist ein Brownout gefährlich? Wenn die Spannung sinkt (z. B. bei Überlastung des Netzes an heißen Tagen oder kalten Wintern), versuchen viele elektronische Geräte, dies auszugleichen. Ein Computer, eine Heizungspumpe oder ein moderner Kühlschrank zieht dann mehr Strom, um die Leistung zu halten.
Das Ergebnis: Überhitzung, verkürzte Lebensdauer oder der sofortige Defekt von Platinen und Motoren.
Der Blackout: Wenn alles stillsteht
Ein Blackout ist der Worst-Case für das öffentliche Leben. Es handelt sich um einen totalen Stromausfall, der große Gebiete betrifft und dessen Dauer oft unvorhersehbar ist. Das folgende Bild verdeutlicht den drastischen Unterschied:
Was passiert? Das Netz bricht zusammen, weil die Netzfrequenz (50 Hz) nicht gehalten werden kann.
Die Konsequenz: Nichts geht mehr. Kein Licht, keine Heizung, keine Kommunikation, keine elektrischen Rollläden.
Das Risiko: Hier geht es primär um den Verlust von Komfort, Sicherheit und bei Unternehmen um massiven Produktionsausfall.
Zur Frage, „Was könnte passieren, wenn der Strom tatsächlich mal länger ausfällt?“ gibt es von 3sat und dem srf eine „Doku“-Serie ⇒ Doku Serie Blackout
Um die Unterschiede und die jeweils passende Lösung schnell zu erfassen, haben wir die wichtigsten Fakten für Sie in einer Übersicht zusammengefasst:
Das Problem
Selbst bei 86% erneuerbarem Stromanteil bis 2040 verbleibt eine ungedeckte Residuallast von mindestens 70 GW – in Extremfällen (Dunkelflaute + hoher Wärmepumpenbedarf bei Kälte) sogar bis zu 220 GW.
Ohne Gegenmaßnahmen drohen:
Blackout: Unkontrollierter Zusammenbruch der Stromversorgung
Brownout: Kontrollierte, gezielte Abschaltung von Regionen
Die Lösung im privaten Rahmen
Egal ob totaler Ausfall oder schädliche Spannungsschwankung – Sie müssen sich nicht auf das öffentliche Netz verlassen. Es gibt Technologien, die Sie absichern:
USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung): Der beste Schutz gegen Brownouts. Sie glätten die Spannung und schützen PC, Server und Heizungssteuerung vor dem „Hitzetod“ durch Unterspannung.
PV-Anlagen mit Notstrom-Speicher: Produzieren Sie Ihren eigenen Strom und nutzen Sie die Batterie, um Netzschwankungen zu ignorieren.
Netzersatzanlagen (Aggregate): Für die dauerhafte Versorgung, wenn der Blackout länger als ein paar Stunden dauert
https://enefco.eu/wp-content/uploads/Blackout.webp405612Tim Mainzhttps://enefco.eu/wp-content/uploads/gutes-Logo_229x120pixel_ergebnis.webpTim Mainz2025-12-31 07:26:152026-02-11 10:45:21Blackout oder Brownout: Wie sicher ist Ihre Stromversorgung wirklich?